Sekundarschule erhält Berufswahlsiegel

 

Sekundarschule Rüthen erhält Berufswahlsiegel und ist eine von zwei NRW-BotschafterschulenSekundarschule

 

„Unternehmen im Umkreis können sich freuen, denn Bewerber von der Sekundarschule Rüthen wissen, was sie wollen.“ Das formulierte Dr. Reinhard Langer von der Projektkoordination Berufswahlsiegel jetzt in der Schul-Mensa. Als Jurymitglied hat er das Siegel dort gemeinsam mit den weiteren Juroren Michael Marr, Ulla Schneider und Achim Schmacks von der Projektkoordination verliehen.

 

Zudem wurde die Private Sekundarschule sogar als eine von zwei Botschafterschulen in NRW ausgewählt: „Das ist eine ganz besondere Auszeichnung für die hervorragende Berufsberatung in den Einrichtungen“, sagt Achim Schmacks vom Regionalen Bildungsbüro im Kreis Soest. Online wird das Modell der Schule vorgestellt und auf digitalen Netzwerktreffen kann sich ausgetauscht werden. „Zudem werden weitere spezielle Fortbildungsprogramme im Bereich Berufsorientierung ermöglicht“, so Schmacks.

 

Gratulationen gingen an Schulleiterin Eva Tappe und Brigitte Werner vom Schulträgerverein sowie an das Berufsorientierungsteam mit Jens Kortmann, Annette Herbst-Köller, Robert Eri, Matthias Schmidt und Christian Tape. „Die Schule verfügt über eine engagierte Lehrerschaft, die das Thema Berufsorientierung systematisch in den Unterricht einbezieht. Sie hat eine gute technische Ausstattung. Diese hat die Veränderungen durch Corona weniger problematisch als an anderen Schulen gemacht und bietet eine Grundlage für selbststrukturiertes Lernen“, heißt es in der Begründung.

 

Viele praxisnahe Projekte ermöglichten den Schülern der Sekundarschule Rüthen tiefe Einblicke in Ausbildung und Berufsleben. Schon in den Klassen fünf und sechs startet die Berufsorientierung mit Projekttagen zu geschlechtsspezifischen Berufen, ab der siebten lernen die Schüler Berufe in Tagespraktika zum Girls’ & Boys’ Day kennen. Neben regulären Betriebspraktika in den Jahrgangsstufen neun und zehn findet für die Zehntklässler auch ein „Zukunftstag“ statt. Dort geht es etwa um Lohnsteuer, Mieten und Steuererklärung. „Behandelt wird, was nach der Schule an Organisation auf die jungen Menschen zukommt“, so Schulleiterin Eva Tappe.

 

Das Siegel zeichnet nun diese intensive Beratung aus: „Nicht alle Wege führen zum Abitur“, so Tappe. Für manche Schüler sei es besser, nach der zehnten Klasse eine handwerkliche Ausbildung zu starten und vom kognitiven Lernen wegzukommen. Gute Beratung sei deshalb sehr wichtig.

 

Quelle: Tageszeitung "Der Patriot" vom 08.10.2021