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Kallenhardt

Ortsansicht auf Kallenhardt

Auf einem Kegelberg, der steil zur Glenne abfällt, thront Kallenhardt, das auf eine 925jährige Geschichte zurückblicken kann. Seine Geschichte ist eng verbunden mit seiner für militärische Aufgaben günstigen Lage auf einer schwer zugänglichen Bergeshöhe. Mittelpunkt der vorstädtischen Besiedlung der Kallenhardter Feldflur war Ostervelde, dessen Gotteshaus urkundlich zum ersten Male im Jahre 1072 genannt wird.
Als Westfalen im Jahre 1180 dem Erzbischof von Köln zufiel, suchten in der Folgezeit die neuen Landesherren das erworbene Gebiet an den Grenzen gegen die Nachbarn zu sichern. Diesem Bestreben verdankt Kallenhardt seine Stadtwerdung. Ausgangspunkt der Stadt wurde die erzbischöfliche Burg an der nördlichen Grenze an einem steilen Abhang. Die Erinnerung daran hält die Burgtorstraße noch heute fest. Der feste Platz wird in einer Urkunde zum erstem Male 1254 erwähnt. Eine Ringmauer umschloß die sich eng aneinander schmiegenden Wohnhäuser. Drei Tore durchbrachen den Mauerring. Schon bald nach der Erhebung zur Stadt (1276) wird als äußeres Kennzeichen der Selbstverwaltung das Rathaus gebaut. Es ist neben dem Turm der Kirche das älteste Gebäude, denn sein Unterbau mit dem dicken Mauerwerk hat allen Stürmen und Bränden Trotz geboten. Von Kriegsnöten blieb die Stadt auf dem Berge nämlich nicht verschont. So wurde Kallenhardt mit dem Rittersitz Körtlinghausen im Jahre 1447 während der Soester Fehde völlig ausgeplündert und bis auf den Grund niedergebrannt.
Etwa um 1300 hat man innerhalb der Ringmauern eine dem Papst Clemens geweihte Kirche errichtet an der Stelle, wo noch heute der wehrhafte Turm die Bergeshöhe krönt. Das jetzige Kirchenschiff stammt aus dem Jahre 1722.
In dem von der Stadtmauer begrenzten Raum lebten im 16. Jahrhundert etwa 500 Einwohner. Die enge Bauweise erhöhte die Feuersgefahr außerordentlich, und nicht selten wurden ganze Straßenzüge in Asche gelegt. Im Jahre 1791 sank das alte Kallenhardt durch ein verheerendes Feuer in Trümmer. Viele Bürger entschlossen sich, die Enge der Ringmauer zu verlassen und sich außerhalb anzusiedeln. Kurze Zeit nach dem Brand wurde auch die alte Stadtbefestigung geschleift.
Als das Herzogtum Westfalen vorübergehend zum Großherzogtum Hessen gehörte, bedeutete das für Kallenhardt den Verlust seiner halbtausendjährigen städtischen Freiheit.

Weitere Informationen unter http://www.kallenhardt.de/