Sie sind hier » Stadt & Tourismus » Sehenswürdigkeiten » Innenstadt-Rundgang

Rundgang durch die historische Bergstadt Rüthen

Die alte Berg- und Hansestadt Rüthen wurde im Jahr 1200 durch den Kölner Erzbischof Adolf I. gegründet. Der Besucher kann die Historie und die zahlreichen Kulturdenkmäler innerhalb der die Altstadt umgebenden ca. 3 km langen Stadtmauer auf Schritt und Tritt genießen. Machen Sie einen erlebnisreichen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtkern.

Blick auf Rüthen mit Vorschlag Stadtrundgang

Historische Stadtmauer

Die Kernstadt Rüthens ist geprägt von der historischen Stadtmauer. Die ehemalige Befestigungsanlage stammt aus dem 14. Jahrhundert. (mehr)

Hachtor (1)

Das Hachtor, aus dem 14. Jahrhundert stammend, ist das einzige von ehemals vier Stadttoren, das noch erhalten ist. Da Rüthen auf einem Bergrücken liegt und das Gelände nach Norden überwiegend eben verläuft, galt es im Mittelalter diesen Bereich besonders zu schützen. Das Tor diente über Jahrhunderte auch als Gefängnis für die von auswärts stammenden Übeltäter. Vom Hachtor aus verläuft um die gesamte Altstadt die ca. 3 km lange historische Stadtmauer.
Stadtplan

Haus Buuck (2)

Ein imposantes Fachwerkhaus, das wohl älteste Wohnhaus Rüthens, befindet sich stadteinwärts. Es ist ein typisches Kaufmannshaus mit dreistöckigem Dachspeicher aus dem Jahr 1609. Die Querbalken am Giebel sind mit sogenannten „Neidköpfen“ versehen. Früher glaubte man, dass diese Darstellungen fremde Missgunst abschrecken.
Stadtplan

Kath. Kirche St. Johannes

Johanneskirche (3)

Die Johanneskirche, eine der beiden katholischen Pfarrkirchen Rüthens, ist eine in den Jahren 1872-74 im neugotischen Stil erbaute dreischiffige Hallenkirche. Der Turm und die Vorkapelle sind im Jahr 1737 neu erbaut worden. In der Kapelle befindet sich das älteste Rüthener Kunstwerk, die Statue „Maria vom Stein“, geschaffen aus dem heimischen Grünsandstein, wahrscheinlich kurz nach der Rüthener Stadtgründung.
Stadtplan

Burgtor (4)

Eingangstor zum Rüthener Friedhof

Vom ehemaligen Burgtor sind lediglich die Fundamente erhalten. Dieses Stadttor stellte früher die Verbindung zur Rüdenburg dar. Im Jahr 1200 erbaute Erzbischof Adolf I. diese Burganlage mit Zustimmung der Grafen von Arnsberg. 1217 wird sie als kölnische Landesburg erwähnt, die aber um 1370 bereits wieder aufgegeben wurde. Die Reste brannten 1622 ab. Seit 1826 befindet sich auf dem ehem. Burggelände der Friedhof. Als Eingang dient heute das Barockportal der ehemaligen Kirche des Rüthener Kapuzinerklosters.
Stadtplan

Hexenturm (5)

Blick auf Hexenturm und Stadtmauer

Der Hexenturm ist der einzige vollständig erhaltene Wehrturm der Stadtbefestigungsanlagen. In dem Gebäude wurden im 17. Jahrhundert vermeintliche Zauberer und Hexen gefangen gehalten. Heute befindet sich im Turm eine kleine Dokumentation mit Exponaten über die Zeit dieser Hexenprozesse. Das außen angebrachte Bronzerelief erinnert an alle verfolgten Menschen, weist aber auch auf Personen hin, die gegen solches Unrecht aufgetreten sind. Es zeigt u. a. die Geistlichen Friedrich Spee u. Michael Stapirius (Rüthen), die als Zeitgenossen mutig ihre Stimme gegen die damaligen Hexenverfolgungen erhoben. Der Hexenturm kann im Rahmen einer Stadtführung besichtigt werden.
Stadtplan
NRW-Stiftung

Handwerkerdorf

Handwerkerdorf (6)

Im Historischen Handwerkerdorf wird die Geschichte alter, ortstypischer Berufe (Steinhauer, Schmiede) präsentiert. Das benachbarte Gebäude einer ehem. Seilerei (1914) dokumentiert die Bedeutung eines früher unverzichtbaren Gewerbes.
Stadtplan
NRW-Stiftung

 

Altes Rathaus in Rüthen

Altes Rathaus (7)

Das Alte Rathaus wurde in den Jahren 1726 – 1730 im Barockstil durch den Baumeister Michael Spanner errichtet und mit seiner einzigartigen, eindrucksvollen Rundtreppe versehen. Hauptportal und Plastiken sind kunstvolle Werke Rüthener Bildhauer der Barockzeit. Die erhalten gebliebenen Räumlichkeiten im Innern (bes. der große Bürgersaal) werden heute für kulturelle Zwecke u. das Standesamt (Trauungen) genutzt.
Stadtplan

ehemaliges Ursulinenkloster, heute Volksbank

ehem. Ursulinenkloster (8)

Die Barockfassade des ehem. Ursulinenklosters (Mitte 18. Jh.) beherbergte 1791 eine Posthalterei, ab 1876 ein Hotel u. ziert seit 1959 die Volksbank.
Stadtplan

 

 

ehemaliges Kapuzinerkloster

ehem. Kapuzinerkloster (9)

Das ehem. Kapuzinerkloster wurde nach seiner Auflösung 1802 später u. a. als Amtsgericht genutzt. Heute sind dort attraktive Wohnungen eingerichtet. Hinter dem Gebäudekomplex ist der frühere Klostergarten nach historischen Vorlagen wieder hergerichtet worden und dient heute als kleine, aber reizvolle Oase mentaler Entspannung.
Stadtplan

Schubstuhl

Schubstuhl (10)

Das ehem. Krankenhaus „Maria vom Stein“ (bis 1976) ist heute ein Erholungs- und Altenheim für die Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul. Auf dem Platz vor dem Gebäude wurde im Jubiläumsjahr der Stadt (2000) ein sogenannter Schubstuhl durch Rüthener Handwerker nachgebaut. In einem solchen Schandkäfig wurden im 16. u. 17. Jh. Übeltäter zur „Schau“ gestellt.
Stadtplan

Wasserturm

Wasserturm (11)

- Aussichtsplattform mit Panoramablick -
Der Wasserturm (35 m) überragt das Möhnetal und steht am höchsten Punkt der Rüthener Oberstadt (386 m ü. NN.). Von einer besteigbaren Aussichtsplattform (29 m) bietet er herrliche Weitblicke auf den Haarstrang, die Höhen des Briloner und Arnsberger Waldes und die Ebene des Bürener Landes.

Die Plattform des Wasserturmes an der Stadtmauer ist ganzjährig geöffnet.
Besichtigungsgebühr je Einzelperson 0,50 € (ausserhalb von Gruppenführungen,
ansonsten im Preis der Stadtführungen in Rüthen enthalten).
Schlüssel dafür erhältlich bei der Gärtnerei Rüberg, er kann dort während der Öffnungszeiten ausgeliehen werden (Mo. - Fr. 08.00 - 12.30 Uhr u. 14.30 - 18.00 Uhr, samstags auch 08.00 - 13.00 Uhr).
Sonntags und an Feiertagen erhalten Sie den Schlüssel bei der Pizzeria Da Franco (Öffnungszeiten: 11.30 - 23.30 Uhr). Herausgegeben wird der Schlüssel aber nur bis 20.00 Uhr.
Neben den Kosten von 0,50 € muss zusätzlich ein Pfand hinterlegt werden, z.B. Führerschein, Personalausweis.        
Stadtplan

Wasserturm-Illumination

Maibaum mit Rathaus

Maibaum (12)

Der Maibaum steht seit dem Jubiläumsjahr 2000 im Herzen der Rüthener Altstadt am Marktplatz. Mit stattlichen 23 Metern Höhe und einem Stammdurchmesser von 75 cm zeigt er u. a. die Zunftzeichen jener Berufe, die es in Rüthen einst gab bzw. heute noch gibt.
mehr Informationen
Stadtplan

 

Marktbrunnen

Marktbrunnen (13)

Der Marktbrunnen (1996) symbolisiert mit seinen Figuren, Siegeln und Wappen sowie dem Verlauf des herabfließenden Wassers die historische Entwicklung in Stadt und Raum Rüthen von der Gründung Rüthens, der Rüdenburg, der ehrm. Stadt Kallenhardt u. des Gogerichts Rüthen bis zur heutigen Stadt mit ihren 15 Ortschaften.
Stadtplan

Kath. Kirche St. Nikolaus

Nikolauskirche (14)

Die Nikolauskirche mit ihrem romanischen Turm und seinem Barockhelm von 1700 ist eine typische westfälische Hallenkirche aus der Übergangszeit vom romanischen zum gotischen Stil. Erbaut wurde sie um 1300 und ist dem hl. Nikolaus geweiht, was auf eine umliegende mittelalterliche Kaufmannssiedlung hindeutet. Ihre eindrucksvolle Barockausstattung beruht überwiegend auf zeitgen. Stiftungen aus der Rüthener Bürgerschaft.
(Innenansicht)
 Stadtplan

Jüdischer Friedhof

jüdischer Friedhof (15)

Der jüdische Friedhof, auf dem Grabstätten zwischen den Jahren 1625 und 1958 angelegt wurden, ist der älteste des kurkölnischen Sauerlandes und befindet sich unmittelbar im ehem. Festungsgraben an der Stadtmauer östlich des Hachtors. Am Eingang der Begräbnisstätte befindet sich eine Gedenktafel, die an die jüdischen Bürger der Stadt erinnert, die in der NS-Zeit zwischen 1942-1945 ermordet wurden.
mehr Informationen
Stadtplan