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Hemmern

Ortswappen von Hemmern

Die mögliche bislang früheste Ersterwähnung dieser Ortschaft als Hedmere in einer Urkunde des Pastes Eugen III. von 1146 zu Besitzungen des Paderborner Benediktinerklosters Abdinghof ist wissenschaftlich noch nicht abgesichert. Gleiches gilt für die analoge Bestätigung von Papst Lucius III. von 1183. Als unumstritten gilt hingegen ein schriftlicher Nachweis des Ortes, der sich in einer Belehnungsurkunde des Erzbischofs Engelbert von Köln findet, die dieser 1222 bei Hemmern (apud Hethemere) zugunsten der ihm Blutsverwandten Gräfin Walburgis von Kessele vor ihrer Vermählung mit dem Edelherren Bertold von Büren ausstellt.*

Hemmern gehörte seit jeher zur Stammpfarre Altenrüthen und erbaute sich im Jahr 1709 die  St. Anna-Kapelle, deren Entstehung von einer Legende umrankt wird und die 1959 durch einen Neubau ersetzt wurde. Das ca. 20 Jahre alte Wappen des Ortes erinnert an die dort im Mittelalter ansässige und begüterte, zu den Rüthener Burgmannen zählende Adelsfamilie derer von Hemmern, die auch Karge genannt wurde, aber bereits im 15. Jh. ausstarb.

In den Bereich der Ortschaft gehört auch die südwestlich gelegene „Spitze Warte“. Dies war ursprünglich die Bezeichnung für einen der 3 Warttürme an der östlichen Grenze der mittelalterlichen Feldmark der Stadt Rüthen.

1856 wurde ca. 150 Meter nordöstlich der ursprünglichen Warte eine Windmühle errichtet, deren steinerner Mühlenturm später diesen Namen erhielt.

 *) Vgl.:

  • Westf. Urkundenbuch (WUB) Bd. V Nr. 54 S. 20 u. Nr. 141 S. 54
  • Schreiben v. Dr. Michael Flöer a.d. Landesarchiv NW/Abt. Westf. (Dr. Jens Heckl) u.a.d. Stadtarchiv Rüthen v. 05.01.2018
  • Flöer, Michael, Korsmeier, Maria Claudia; Die Ortsnamen des Kreises Soest, Bielefeld 2009, S. 216ff (Westf. Ortsnamenbuch/WOB Bd. I)
Kapelle Hemmern
Windmühle auf der Spitzen Warte


167 Einwohner (Stand 31.12.2014)

Höhenlage ca. 360 m über NN

Private Einrichtung: Vereinshaus, Reithalle.

Internetseite der Ortschaft Hemmern

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