Sie sind hier » Bildung & Kultur » Schulen » Schülerbeförderung

Hinweise zur Schülerbeförderung

Bei der Schülerbeförderung handelt es sich um eine Übernahme der notwendigen Fahrkosten im Rahmen der Schülerfahrkostenverordnung (SchfkVO). Nach dem Schulgesetz (§ 41 Abs. 1 SchulG NRW) besteht die Pflicht der Erziehungsberechtigten, dafür zu sorgen, dass ihr Kind regelmäßig am Schulunterricht teilnimmt. Der Stadt Rüthen als Schulträger obliegt keine Pflicht zur Beförderung. Sie schafft jedoch gewisse Voraussetzungen, die notwendigen Schülerfahrkosten zu übernehmen.

Der Schulträger der besuchten Schule übernimmt in der Regel unabhängig vom Wohnsitz des Schülers / der Schülerin die notwendig entstehenden Fahrkosten. 

Anspruchsvoraussetzungen 

Ein Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrkosten durch den Schulträger besteht in der Regel, wenn der kürzeste Schulweg in der einfachen Entfernung für den Schüler bzw. die Schülerin der Primarstufe (Klasse 1-4) mehr als 2 km, der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) mehr als 3,5 km und der Sekundarstufe II (Jgst. 11-13) mehr als 5 km beträgt. 

Schulweg im Sinne der Schülerfahrkostenverordnung ist der kürzeste Weg (Fußweg) zwischen der Wohnung des Schülers/ der Schülerin und der nächstgelegenen Schule oder dem Unterrichtsort. Als Wohnung ist der nicht nur vorübergehende, gewöhnliche Aufenthalt des Schülers / der Schülerin an Unterrichtstagen anzusehen. Der Schulweg beginnt an der Haustür des Wohngebäudes und endet am nächstgelegenen Eingang des Schulgrundstücks. 

Art der Kostenerstattung durch den Schulträger 

Schülerfahrkosten werden nur jeweils für maximal ein Schuljahr bewilligt. Dabei ist zu beachten, dass der Schulträger die wirtschaftlichste Art der Schülerbeförderung festlegt, wobei die Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln grundsätzlich Vorrang vor anderen Beförderungsarten hat. Ein Anspruch auf eine bestimmte Beförderungsart besteht nach der SchfkVO ausdrücklich nicht. 

Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr 

Wenn in Ihrem Fall die Schulwegkarte die wirtschaftlichste Beförderung ist, sollte der Antrag mindestens vier Wochen vor Beginn des Schuljahres gestellt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fahrkarte zu Beginn des Unterrichts auch tatsächlich zur Verfügung steht. Die Schulwegmonatstickets werden den Schülerinnen und Schülern im Schulbüro ausgehändigt. 

Die vom Schulträger ausgegebene Schulwegkarte berechtigt nur an Schultagen zur Fahrt zwischen Wohnung und Schule bis spätestens 18.00 Uhr. 

Verlässt ein Schüler/ eine Schülerin vor Ende des Schuljahres die Schule, so sind die restlichen Wertmarken des Schuljahres unverzüglich durch das Sekretariat an den Schulträger zurückzugeben. Bei einem Umzug muss das Schulverwaltungsamt informiert werden, damit entschieden werden kann, ob eine Schulwegkarte weiterhin gewährt wird. 

Bei Verlust der Kundenkarte und der Monatswertmarken setzen Sie sich bitte direkt mit dem Busunternehmen in Verbindung. Die Kosten, die durch den Verlust der Kundenkarte oder der Wertmarken entstehen, werden nicht vom Schulträger ersetzt. 

Zahlung einer Wegstreckenentschädigung 

Wenn die Möglichkeit der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht besteht oder ein Schülerspezialverkehr unwirtschaftlich ist, kann die Stadt Rüthen festlegen, dass eine Wegstreckenentschädigung für die Benutzung eines privaten Pkw gezahlt wird. Die Entschädigung beträgt 0,13 € je einfache Hin- und Rückfahrt. Der Antrag sollte mindestens einen Monat vor Schuljahresbeginn eingereicht werden. Ein Anspruch auf eine „Taxibeförderung“ besteht nach den Richtlinien nicht. 

Rechtliche Grundlagen siehe:
Informationen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung einschließlich der Schülerfahrkostenverordnung

Weitere Auskünfte kann die Stadt Rüthen, Fachbereich 1, Schulverwaltungsamt unter Tel. 02952 / 818-114 erteilen.