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Bibertal

Biberskulptur am Eingang des Bibertals
Bibersee

Einer der reizvollsten Bereiche in Rüthen ist das südlich der Kernstadt gelegene Bibertal. Eine intakte Landschaftsidylle, in der der Besucher Ruhe und Erholung findet. So kann er hier im nördlichen Teil des Naturparks „Arnsberger Wald“ unverfälschte Natur erleben und die Seele baumeln lassen. Inmitten des beidseitig bewaldeten Tales schlängelt sich der Bachlauf der Biber der Möhne entgegen. Auf dem angestauten Bibersee kann der Besucher die verschiedensten Wasservögel wie Stockenten, Haubentaucher und Kanadagänse beobachten. In Ufernähe befinden sich mehrere Rastplätze. In einem Wassertretbecken kann auf Kneipp’sche Art etwas für die Gesundheit getan werden. Familien mit Kindern steht ein großer Spielplatz mit Seilbahn, Klettergerüsten, Rutsche, Drehkarussell u. v. m. zur Verfügung. Im Bibertal ist der Startpunkt für viele gut gekennzeichnete Wanderwege in den Naturpark „Arnsberger Wald“. (Stadtplan)

Walderlebnis Biberpfad

Biberpfad-Logo

Eine neue touristische Attraktion im idyllisch gelegenen Bibertal der Stadt Rüthen wurde am 15.06.2008 eröffnet - der Biberpfad.
Als Teil der neuen Sauerland-Waldroute bietet er auf einer Gesamtlänge von 2,3 km dem Besucher eine neue Art der Information, um den Geheimnissen des Waldes auf die Spur zu kommen.
Eingebettet in die wunderschöne Landschaft entführen 17 unterschiedliche Stationen  den Interessierten in die Wunderwelt des Waldes. 
Aktiv durch riechen, fühlen, hören und sehen kann dieser den Wald im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. 
Ob ein Fünf Sterne Insektenhotel, ein Sinnespfad, Waldxylophon oder der Gang ins Ungewisse, der Pfad ist für jedes Alter, vom Kindergarten bis zum Senioren, konzipiert. 
Einmalig in dieser Konstruktion und Bauart ist die riesige Sitzspinne, die sowohl außerschulischen Unterricht zum Erlebnis werden läßt oder auch „nur“ zum Verweilen einlädt. 
Lassen Sie sich überraschen!  

Flyer (PDF ca. 386 KB)               Schautafel Waldexkursion (PDF ca. 112 KB)
(Stadtplan)                           

Unser Dank gilt allen Sponsoren, ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht realisierbar gewesen wäre. 

Kulturhöhle Hohler Stein

Blick aus der Höhle "Hohler Stein"

Das in Jahrmillionen der Erdgeschichte von Nebenläufen der Lörmecke ausgespülte Felsmassiv des „Hohlen Steins" erhebt sich südwestlich von Kallenhardt. Bei Ausgrabungen in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts stieß man in den zwei Höhlenbereichen auf Funde aus unterschiedlichen Entwicklungsepochen seit der letzten Eiszeit. Die menschlichen Spuren reichen zurück bis in die Wander- und Siedlungsphasen der Zeit um 10.000 v. Chr. Einige rätselhafte Funde haben die Höhle aber auch mit geheimnisvollen Sagen, Mythen und Legenden umrankt, durch die die prähistorische Stätte u. a. auch mit Forschungsthesen zum mittelalterlichen Nibelungenlied in Verbindung gebracht wird und die sich in der populärwissenschaftlichen Literatur darüber wieder finden.  (Stadtplan)

Kallenhardt

Ortsansicht auf Kallenhardt

Auf einem Kegelberg, der steil zur Glenne abfällt, thront Kallenhardt, das auf eine 925jährige Geschichte zurückblicken kann. Seine Geschichte ist eng verbunden mit seiner für militärische Aufgaben günstigen Lage auf einer schwer zugänglichen Bergeshöhe. Mittelpunkt der vorstädtischen Besiedlung der Kallenhardter Feldflur war Ostervelde, dessen Gotteshaus urkundlich zum ersten Male im Jahre 1072 genannt wird.
Als Westfalen im Jahre 1180 dem Erzbischof von Köln zufiel, suchten in der Folgezeit die neuen Landesherren das erworbene Gebiet an den Grenzen gegen die Nachbarn zu sichern. Diesem Bestreben verdankt Kallenhardt seine Stadtwerdung. Ausgangspunkt der Stadt wurde die erzbischöfliche Burg an der nördlichen Grenze an einem steilen Abhang. Die Erinnerung daran hält die Burgtorstraße noch heute fest. Der feste Platz wird in einer Urkunde zum erstem Male 1254 erwähnt. Eine Ringmauer umschloß die sich eng aneinander schmiegenden Wohnhäuser. Drei Tore durchbrachen den Mauerring. Schon bald nach der Erhebung zur Stadt (1276) wird als äußeres Kennzeichen der Selbstverwaltung das Rathaus gebaut. Es ist neben dem Turm der Kirche das älteste Gebäude, denn sein Unterbau mit dem dicken Mauerwerk hat allen Stürmen und Bränden Trotz geboten. Von Kriegsnöten blieb die Stadt auf dem Berge nämlich nicht verschont. So wurde Kallenhardt mit dem Rittersitz Körtlinghausen im Jahre 1447 während der Soester Fehde völlig ausgeplündert und bis auf den Grund niedergebrannt.
Etwa um 1300 hat man innerhalb der Ringmauern eine dem Papst Clemens geweihte Kirche errichtet an der Stelle, wo noch heute der wehrhafte Turm die Bergeshöhe krönt. Das jetzige Kirchenschiff stammt aus dem Jahre 1722.
In dem von der Stadtmauer begrenzten Raum lebten im 16. Jahrhundert etwa 500 Einwohner. Die enge Bauweise erhöhte die Feuersgefahr außerordentlich, und nicht selten wurden ganze Straßenzüge in Asche gelegt. Im Jahre 1791 sank das alte Kallenhardt durch ein verheerendes Feuer in Trümmer. Viele Bürger entschlossen sich, die Enge der Ringmauer zu verlassen und sich außerhalb anzusiedeln. Kurze Zeit nach dem Brand wurde auch die alte Stadtbefestigung geschleift.
Als das Herzogtum Westfalen vorübergehend zum Großherzogtum Hessen gehörte, bedeutete das für Kallenhardt den Verlust seiner halbtausendjährigen städtischen Freiheit.

Weitere Informationen unter www.kallenhardt.de

Wasserschloß Körtlinghausen

Blick aus der Luft auf Schloss Körtlinghausen
Rückwärtige Ansicht auf Schloss Körtlinghausen

Schloss Körtlinghausen verdankt seine Entstehung, wie so manche Landschlösser in Westfalen, einer Blütezeit der Adelsarchitektur in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Familie des Bauherrn Franz Otto Freiherr von und zu Weichs, die ursprünglich aus Bayern stammte, hatte das Anwesen 1645 in Besitz genommen und verfügte damit zunächst über eine alte, 1398 erstmals erwähnte Burganlage.
Franz Otto von und zu Weichs begann um 1714 nach Plänen des Hildesheimer Baumeisters Justus von Wehmer das Schloss Körtlinghausen zu errichten. Sein Sohn Friedrich Ernst verhalf der höfischen Jagd im Sauerland zu ihrer Glanzzeit. Beide dienten dem Hause Wittelsbach, dem Kurfürsten Clemens August, indem sie die erforderlichen Vorkehrungen für die kurfürstlichen Jagden trafen.
Mit dem Besitz von Körtlinghausen gehörte die Familie von Weichs nun zur westfälischen Ritterschaft, die einen wesentlichen Teil der politischen Macht in Westfalen innehatte. 
 
Als Kaspar Joseph von Weichs von den Erbtöchtern Clemens Augusts das Gut Körtlinghausen erwarb, gelangte der Besitz an die Freiherren von Fürstenberg, in dessen Besitz das Gut heute noch ist.
Heute ist das Schloss einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt worden. Nach einer vierjährigen Umbau- und Sanierungsphase wird Schloss Körtlinghausen als Eventlocation für festliche Veranstaltungen und Tagungen vermietet.
Weitere Informationen unter www.schloss-koertlinghausen.de   (Stadtplan)

Römerlager Kneblinghausen

Lageplan Römerlager Kneblinghausen
Lage des Römerlagers Kneblinghausen. (Geobasisdaten: Land NRW, Bonn, 1096/2008; Montage: U.Lehmann, Altertumskommission f.Westfalen)
Deckblatt Infobroschüre Römerlager Kneblinghausen

Zu den Römerlagern in Westfalen zählt die Fachwissenschaft auch eine archäologisch festgestellte Anlage in der Nähe der Rüthener Ortschaft Kneblinghausen, die seit 1901 durch wissenschaftliche Grabungskampagnen in ihren grundliegenden Strukturen wieder entdeckt werden konnte. Es handelt sich hierbei um zwei in weiten Teilen seiner Umgrenzung deckungsgleichen Lagerflächen, die ca. 10 ha (älteres Lager) bzw. ca. 7,5 ha (jüngeres Lager) groß waren und durch vier Tore (sogen. clavicula) zugänglich gemacht wurden. Während die Befestigungen des Lagers (Wall, Spitzgraben, Holz-Erde-Mauer und Tore) weitgehend nachgewiesen werden konnten, ist die Bebauung und Nutzung der Innenbereiche bislang völlig ungeklärt. Festgestellt wurde allerdings, dass hier vor den Römern eine germanische Ansiedlung bestanden hat, was aus entsprechenden Keramikfunden hervorgeht. Die nur sehr wenigen, den Römern zuzuordnenden Funde lassen eine zeitlich genaue wie auch funktionell exakte Zuordnung des Lagers noch nicht zu, so dass für die interessierte Öffentlichkeit wie auch die zuständige Wissenschaft noch viele Fragen offen sind.
Für den Besucher ergeben sich aber vor Ort Möglichkeiten, die Dimensionen der Lagerflächen durch eine Umwanderung zu ermessen und anhand der dort aufgestellten Informationstafeln sich weitere Informationen zu erschließen.

Zu empfehlen ist die Lektüre der von der Altertumskommission für Westfalen (LWL Münster im Juli 2008 herausgegebenen und von Bernhard Rudnick verfassten 32-seitigen Broschüre zum Römerlager Kneblinghausen aus der Serie „Römerlager in Westfalen, Heft 1“, erschienen im Juli 2008. Sie ist erhältlich bei der Stadt Rüthen – Tourist-Information -, Hochstr. 14, 59602 Rüthen oder bei der Altertumskommission für Westfalen, Rothenburg 30, 48143 Münster, E-Mail altertumskommission@lwl.org zum Preis von 2,00 € (postalischer Versand 3,00 €).
(Stadtplan)
www.altertumskommission.de